MISSIOLOGISCHE, STRATEGISCHE, THEOLOGISCHE GRÜNDE:

Weil Jesus zur Mission und Gemeindegründung beauftragt!

  • Jesus selbst betrachtete sich als Gesandter zu den verlorenen Menschen (Lk 5,31-32; 19,10).
  • Obwohl Jesus und seine Jünger sich zunächst in erster Linie an Israeliten wandte (Mt 10,5-6; 15,24), suchte er immer wieder auch die Begegnung mit anderen Kulturgruppen (Mt 15,21ff; Mk 3,8; 7,31; Joh 4).
  • Jesus beauftragt seine Nachfolger zur Mission unter allen Völkern (Mt 28,19-20), wobei "Völker" auch als "Volksgruppen" verstanden werden kann.
  • Mission führte im Neuen Testament immer zur Gründung von Gemeinde (Bildung christlicher Gemeinschaft zur Zurüstung und Sendung der Geretteten) und aus der Gemeinschaft heraus wurde wiederum missioniert (Mt 10,5ff; Lk 10,1ff; Apg 11,19-30; 13,1-3; 14,23; Röm 1,8; 1.Thess 1,6-8).
  • Die Zukunft der Gemeinde Jesu liegt in der Ernte (nicht in der Scheune), "darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte" (Lk 10,2).

Weil die Schweiz ein "heidnisches Land" mit christl. Restbeständen ist

  • Wenige Prozente der Schweizer Bevölkerung besucht noch regelmässig Gottesdienste.
  • Nur ca. 3 Prozent der Bevölkerung sind evangelikal geprägt.
  • Viele Städte und Gemeinden haben keine christliche Freikirche.
  • Geschätzte 80 Prozent der Bevölkerung lebt ausserhalb des Einflussbereichs einer christlichen Gemeinde.
  • Viele klassische Missionsländer wie z.B. Indonesien, einige Länder Südamerikas und Afrikas haben mehr wiedergeborene Christen als die Schweiz.
  • Für religiös und spirituell interessierte und suchende Menschen gibt es immer mehr esoterische und nichtchristliche Angebote.
  • Viele evangelische und katholische Kirchengemeinden geben Standorte auf, obwohl vor Ort noch viele Menschen sind, die eine christliche Anlaufstelle in ihrer Nähe brauchen.

Weil missiologische und strategische Gründe dafür sprechen!

  • Missiologische Forschungen haben ergeben, dass die Gründung neuer Gemeinden die effektivste Form der Evangelisation ist (Peter Wagner). Dies gilt natürlich nur, wenn sie als solche verstanden und gelebt wird.
  • In Gebieten mit wenig evangelikalen und missionarischen Gemeinden, kann Mission nur in Verbindung mit Gemeindegründung geschehen. Es gibt keine Alternativen.
  • Auch in Gebieten mit vielen christlichen Gemeinden werden leider noch längst nicht alle Menschen von den bestehenden Gemeinden erreicht. Und auch nicht alle evangelikalen freikirchlichen Gemeinden sind missionarisch aktiv.
  • Jede bestehende christliche Gemeinde wird abhängig von Arbeitsweise und Angeboten nur einen bestimmten Teil der Bevölkerung in ihrem Einzugsbereich erreichen, auch wenn sie keine bestimmte Zielgruppe im Fokus hat. Aus dem Grund können auch mehrere FEG's in einer Stadt entstehen.
  • Zunehmend sterben Gemeinden, werden ganz aufgegeben oder zusammengelegt, vor allem evangelisch-landeskirchliche und katholische, aber auch freikirchliche. Leider werden wir das nicht verhindern können. Der dadurch freiwerdende sozio-kulturelle Raum will durch neue FEG's oder andere Freikirchen eingenommen werden. Wenn dies nicht passiert, dann werden Sekten und andere religiöse Gruppen den Raum einnehmen.